Ratgeber
Marketing für Handwerker: so kommen Anfragen rein.
Die meisten Handwerksbetriebe haben kein Marketing-Problem, sondern ein Anfragen-Problem: Es kommen zu wenige – und die, die kommen, bleiben zu oft liegen.
Dieser Leitfaden zeigt, woher Aufträge heute realistisch kommen, welche Wege sich für lokale Betriebe lohnen und woran es in der Praxis am häufigsten scheitert.
Woher Aufträge heute kommen.
Google-Suche
Wer ein Dach, ein Bad oder eine Heizung braucht, sucht zuerst online – und klickt meist auf die Betriebe, die dort sichtbar sind und eine überzeugende Website haben.
Empfehlungen
Die beste Quelle, aber nicht planbar. Empfehlungen kommen, wenn sie kommen – nicht, wenn dein Kalender Lücken hat.
Facebook & Instagram
Hier suchen Menschen nicht aktiv nach dir. Dafür kannst du gezielt Haushalte in deiner Region ansprechen und Nachfrage erzeugen, bevor sie beim Wettbewerber landet.
Entscheidend ist nicht, welchen Kanal du wählst, sondern ob am Ende ein Gespräch entsteht. Genau dort geht der größte Teil der Nachfrage verloren: Anfragen kommen abends, am Wochenende oder mitten in der Montage – und werden erst Tage später beantwortet. Bis dahin hat der Interessent meist schon jemand anderen erreicht.
Die Wege im Vergleich.
| Weg | Aufwand | Kosten | Kontrolle über die Anfragen |
|---|---|---|---|
| Eigene Website + Ads | Einmalig hoch, danach planbar | Fixkosten + Werbebudget | Alle Anfragen gehören dir |
| Portale & Leadkauf | Gering | Pro Lead, oft mehrfach verkauft | Du konkurrierst mit 3–5 Betrieben |
| Empfehlungen | Gering | Keine | Nicht steuerbar, nicht skalierbar |
| Flyer & Print | Mittel | Pro Auflage | Kaum messbar |
Der wichtigste Unterschied ist die letzte Spalte: Wer eigene Sichtbarkeit und eine eigene Website hat, sammelt Anfragen, die niemand sonst bekommt.
Was in der Praxis funktioniert.
Sichtbarkeit
Menschen in deiner Region müssen deinen Betrieb überhaupt sehen – über die Suche und über Facebook & Instagram.
Website, die Anfragen erzeugt
Klare Leistung, klare Region, Referenzen und ein kurzes Formular. Eine Website, die nur schön ist, bringt keine Aufträge.
Schnelle Reaktion
Wer zuerst antwortet, führt das Gespräch. Deshalb braucht es jemanden, der sofort reagiert – auch dann, wenn du auf der Baustelle bist.
Nachfassen und Termin
Ein Teil der Interessenten meldet sich nicht von selbst zurück. Ohne Nachfassen verlierst du genau die Anfragen, für die du bezahlt hast.
Kurze Selbstprüfung.
Sechs Fragen. Jedes „nein“ ist eine Stelle, an der dir gerade Aufträge entgehen.
- Findet man deinen Betrieb bei Google mit Leistung und Ort?
- Erklärt deine Website in den ersten Sekunden, was du machst und für wen?
- Gibt es ein kurzes Formular – oder muss man anrufen?
- Wer antwortet auf eine Anfrage, die um 19:30 Uhr reinkommt?
- Weißt du, wie viele Anfragen im letzten Monat kamen – und wie viele zum Termin wurden?
- Wird nachgefasst, wenn sich jemand nicht mehr meldet?
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